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Gül
Gül kommt aus der
Türkei. Sie sprach noch nicht gut Deutsch. In der Pause stand sie
allein auf
dem Schulhof. Aber dann bekam Gül eine Idee. Sie sagte auf Türkisch:
„Ich werde
Deutsch lernen.“ Sie ging nach Hause und lernte. Und sie lernte und
lernte und
dann, 1-2 Tage später, konnte sie Deutsch und dann fragte sie jemanden
und dann
sagte der ja und dann spielten sie die ganze Zeit.
(Z., Dezember 2011)
Das kleine
Küken in Gefahr
Lena und Tom gehen
in den Garten. Alles ist in Ordnung. Die Sonne scheint. Der Himmel
lacht. Lena
sagt zu Tom: „Wollen wir Verstecken spielen?“ Tom antwortet: „Ja, aber
ich
zähle.“ Lena versteckt sich auf einem Baum. Da sieht sie ein Vogelnest
und wie
ein Küken aus dem Nest stürzt. Tom ist noch am Zählen. Lena ruft: „Tom,
komm
mal, komm mal schnell! Ein Küken ist aus dem Nest gefallen.“ Die Mutter
kommt
und fragt: „Was schreit ihr beiden so?“ „So ein Küken ist aus dem Nest
gefallen. Bring bitte einen Karton mit“, erwidert Lena. Tom sucht
Regenwürmer.
Lena pflückt ganz viel Gras. Mama kommt. Sie legen das Gras in den
Karton. Sie
legen eine kleine Schüssel Wasser in den Karton. Zuletzt Regenwürmer.
Am
nächsten Tag ist der Vogel wieder gesund. Tom und Lena sagen: „Tschüß,
Vogel.“
(D.,
Dezember 2011)
Die
verzauberten Kastanien
Es war einmal eine
arme Familie. Die Familie bestand aus einer Mutter und einem Kind. Das
Kind
hieß Nina. Nina war fünf Jahre alt. Die Mutter und das Kind lebten in
einer
kleinen Hütte im Wald. Sie hatten nicht viel Geld.
Nina ging einmal
zum Kastanienbaum und pflückte eine Kastanie. Als sie sie gepflückt
hatte, ging
sie wieder nach Hause. Die Mutter erwartete sie schon. Nina ging in ihr
Zimmer
und nahm die Kastanie und sagte: „Ich wünsche mir, dass wir mehr Geld
haben und
eine größere Hütte.“ Da wurde die Hütte größer und sie hatten mehr
Geld. Nina
freute sich sehr. Sie rannte zu ihrer Mutter. Ihre Mutter sagte: „Was
ist das
denn?“ Nina sagte: „Das habe ich mir gewünscht.“ Die Mutter freute sich
sehr.
Sie haben jetzt ein schönes Leben.
(J.,
Dezember 2011)
Peters erster
Tag in der Schule
Peter ist erst
hergezogen. Und heute ist sein erster Schultag in der Pixi-Klasse 3c.
Er hat
noch keine Freunde. Peter geht zu Gül und fragt: „Was hast du heute
vor?“
„Eigentlich gar nichts.“ „Wollen wir spielen?“ „Ja gerne“, sagt Gül.
Gül und
Peter werden beste Freund. Peter und Gül wollen sich gegenseitig die
Sprachen
beibringen und sie haben viel Spaß.
(L.,
Dezember 2011)
Der Aufstand
der Waldzwerge
Es war einmal ein
Riese. Er lebte in einem verlassenen Wald. Aber eines Tages zogen vier
Zwerge
in den Wald ein. Als der Riese das merkte, dachte er nach: „Soll ich
die Zwerge
für mich arbeiten lassen? Oder soll ich sie ärgern? Arbeiten lassen?
Nein,
bringt keinen Bock. Ärgern? Ja!“ Der Riese nahm eine Stein und seine
Zwille. Er
spannte die Zwille und schoss auf einen Zwerg. „Aua!“, schrie der
Zwerg. Und
der Riese machte es so oft, bis er keine Lust mehr hatte. Die Zwerge
überlegten
und überlegten, was sie nur machen könnten, um den Riesen los zu
werden. Sie hatten
eine Idee. Sie knüpften ein Netz. Sie spannten zwei Seile. Und am
Schluss
knüpften sie noch das Netz an die Seile. Und am Schluss hatten sie eine
Falle.
Es klappte. Der Riese ging auf das Netz und schwupp hing er oben an dem
Baum.
Er schrie. Und die Zwerge kamen. „Haha“, sagten sie. Und von diesem Tag
an hat
der Riese keinen einzigen Zwerg mehr geärgert.
(J.,
Dezember 2011)
Lisa findet
einen kranken Igel
An einem schönen
Tag spielt Lisa mit ihren Freundinnen draußen. Sie spielen Verstecken.
Lisa versteckt
sich im Gebüsch. Dort findet sie einen Igel. Dann erkennt sie, dass er
verletzt
ist. Sie holt ihre Mutter. Ihre Mutter ist Tierärztin. Deshalb weiß
sie, was er
hat. Er hat nämlich eine Verletzung am Bein. Ihre Mutter erklärt: „Es
ist halb
so schlimm.“ Sie wäscht die Stelle und sagt: „Jetzt könnt ihr ihn
wieder raus
lassen.“ Lisa und ihre Freunde bringen ihn wieder ins Gebüsch. „Gute
Besserung!“, flüstert Lisa ihm zu. Zum Glück war es nicht so schlimm.
(M.,
Dezember 2011)
Ich als fliegende Katze
Wenn ich nicht
ich bin, bin ich eine fliegende Katze.
Ich fliege bis zur Milchstraße. Dort besuche ich mein verwandtes
Sternbild, den
Löwen. Gemeinsam schweben wir über die Milchstraße. Wenn wir fast am
Ende sind,
besuchen wir noch den großen und kleinen Wagen.
Wir wollen
einen Ausflug über den Himmel mit ihnen
machen. Die beiden Wagen fangen an langsam zu schweben, dann zu
fliegen, und
schließlich rasen sie über den Himmel. Wir freuen uns, dass es so
schnell geht.
Plötzlich kippt
mein Wagen ein wenig zur Seite. Ich
kann mich nicht mehr halten, vergesse zu fliegen und falle aus dem
Wagen. Der
Mond, der das Unglück gesehen hat, ruft den Wind. Der Wind weiß schon,
was zu tun
ist. Er holt sich die schnelle Spiegelwolke, pustet sie ein Stück
voran, bis
sie selber pfeilschnell über den Himmel saust. Sie fliegt schnell unter
mich,
denn ich habe immer noch nicht bemerkt, dass ich meine Flügel
ausbreiten und
selber fliegen kann. Nach einiger Zeit merke ich, dass ich nicht mehr
falle,
sondern auf einer Spiegelwolke liege. Langsam setze ich mich auf.
Ich schaue auf
die Spiegelwolke. Plötzlich bemerke ich,
dass es mich zweimal gibt. Einmal in der Spiegelwolke und einmal auf
der Wolke.
Ich mustere mich von oben bis unten. Ich bin rotbraun und habe
schneeweiße
Flügel.
Plötzlich stößt
mich jemand von hinten an. Es ist der Löwe.
Er fragt, ob wir Wolkenhüpfen spielen wollen. Ich nicke und stoße mich
von der
Spiegelwolke ab, winke ihr noch einmal zu und fliege schon zur ersten
Wolke.
Der Löwe hat Mühe mit mir mitzuhalten. Wir hüpfen von Wolke zu Wolke,
bis es
hell wird und der Löwe wieder zu seinem Platz am Himmelszelt und ich
wieder in
mein Bett muss.
Vor dem
Einschlafen denke ich: „Morgen Nacht fliege ich
wieder zur Milchstraße.“
C.,
Juni 2008
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